Der heutige Tag begann durch einen Ähnlich unsanften Weckversuch durch diese teuflische Maschine (auch Wecker genannt
. Auch, wenn das „rote“ Bier im vergleich zum „Blauen“ etwas leichter zu sein schien, so machte es sich dennoch als ein wenig aufstehungs-hemmend bemerkbar.
Das Frühstück erinnerte an jenes vom vortag mit einem Unterschied. Diesmal versuchte ich statt der abschließenden Cornflakes eine dieser Mehlspeisen welche mit Marmelade (oder sagt man jetzt doch Konfitüre) gefüllt waren. Genauso wie die anderen Backwaren stellte es sich als absolutes Highlight des Frühstücksbuffets heraus. Notiz an mich selbst: „Morgen wieder essen…“
Eigentlich hatten wir gestern vereinbart, dass ich für den weg zum Office einfach ein Taxi nehmen würde, jedoch wärend ich die Mehlspeise genoss bekam ich von Luka eine SMS mit der Frage ob er mich abholen sollte. Nach wie vor von der ersten Taxiirrfahrt zum Office traumatisiert stimmte ich in der Hoffnung zu, dass Luka den Weg besser kennen würde als jeder Taxifahrer und ich wurde nicht enttäuscht…
Im Office war anfangs nicht klar, was ich nun tun bzw. lernen sollte. Urska, welche ich heute kennen lernte frage mich, was ich denn in Zukunft im wiener Büro für Aufgaben übernehmen werde. Ich antwortete mit einem ehrlichen „keine Ahnung“ und wir konsultieren Wien. Fünf Minuten später hatte ich neben Luka einen Sitzplatz um das zweite System kennen zu lernen.
Dieses System ist deutlich übersichtlicher als das erste aufgebaut, jedoch aus einigen Bezeichnungen wurde ich einfach nicht schlau. Als ich nachfragte war schnell klar warum – die Übersetzung in die deutsche Sprache scheint von jemand übernommen worden sein, der zwar der deutschen Sprache prinzipiell mächtig ist, jedoch in vielen Fällen scheinbar stur Wort für Wort übersetzt hatte.
Zwischen Anforderung und Anzeige ist nun mal ein kleiner Unterschied in der Bedeutung (ich weiß ich bin Pingelig). Somit war für den restlichen Tag eine neue Aufgabe für mich gefunden. Ich machte mich gemeinsam mit Sigrid daran die Übersetzungsfehler zu finden und versuchten die passenden deutschen Begriffe zu finden. Oft ist es gar nicht so einfach aussagekräftige Wörter zu finden, welche nicht den zur Verfügung stehenden Platz sprengen.
Timotej war heute so freundlich mich zurück zum Hotel zu bringen. Er entschuldigte sich, dass er heute Abend wieder keine Zeit haben wird mit mir etwas trinken zu gehen, da er noch ein Event zu besuchen hat. Ich war ohnehin etwas müde und machte nach der ersehnten Dusche erst einmal ein kleines Nickerchen. So gegen acht Uhr machte ich mich auf den Weg in die Stadt um zu dieser, wie mir erklärt wurde, ungesunden Zeit meinen abendlichen Fleischbedarf zu decken.
Nachdem ich ein sehr gutes Restaurant gefunden hatte und mein Menü (Gemüsesuppe, gegrilltes Hähnchen mit Rucola, Mozarella und Tomaten sowie ein Tirmaisu) vertilgt hatte war ein Verdauungsspaziergang dringend fällig. So wanderte ich ein wenig herum und stolperte durch Zufall über eine Art Jazzkonzert nahe dem Zentrum. Vermutlich war dies ein Teil des Ljubljana-Festivals. Mittlerweile ist es wieder einmal kurz vor Mitternacht und ich werde nachdem ich ein wenig gelesen habe den Matratzenhorchdienst antreten.
Tags: Deutsch, Ljubljana, Übersetzung

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