der erste Kater

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Heute bin ich als allererster aufgewacht und entschied mich dazu ein wenig am Pool zu schreiben – gesagt, getan. Glücklicherweise ist am MacBook das Display auch in der Sonne verhältnismäßig gut lesbar so konnte ich den Post von gestern abschließen, da ich vor dem Schlafengehen nicht mehr wirklich in der Lage dazu war.

Ein wenig nach mir sah ich den Leo in der Küche umherwandeln und kurze Zeit darauf waren bis auf Nici und Ralf alle unterwegs. Wenn auch der Alon mit etwas weniger Freude, da er unfreiwillig aufgeweckt wurde. Er versuchte zwar seinen Schlaf am Pool fortzusetzen, jedoch ohne Erfolg.

Wie schon nach dem Aufstehen zu merken machte sich nach dem Frühstück das Kopfweh erst richtig breit. Daher entschied ich in der Hängematte, welche der Leo mitgebracht und montiert hatte, eine kleine Auszeit zu nehmen. Während so “herumhing” wurde ich für die heutige Einkaufstour eingeteilt, somit wurde meine Entspannungsphase leider vorzeitig beendet als der Tommy an der Hängematte rüttelte und meinte, dass wir jetzt fahren.

Wie sich herausstellte dauerte es jedoch noch eine ganze Weile bis wir uns auf den Weg machten. Marcel entschied, dass das erste Ziel eine Waschstraße sein solle, da der Feigenbaum Marcels neuen Audi A4 mit einer hübschen Feigenbombe verziert wurde. Leichter gesagt als getan, wer die Waschstraßen von Österreich kennt und eine solche sucht – wird vergebens suchen. Eine kroatische Waschstraße besteht aus einem wackeligen Metallgerüst mit drei Rundbürsten.

Als wir uns zum Autowaschen anstellten war gerade ein Wagen in Arbeit und noch ein weiterer in der Warteschlange. Marcel gab den Schlüssel ab und wir setzten uns in ein kleines Cafe und besorgten uns einmal etwas zu Trinken. Nachdem Marcels A4 endlich getrocknet wurde konnten wir das Ausmaß seines gestrigen Entfernungsversuches erst richtig erkennen – eine Fläche von ca. 5 dm² sah aus wie wenn sich jemand mit einem 500er Schleifpapier bearbeitet hätte.

Daher war es neben den geplanten Einkaufsliste ziel beim Lidl eine Autopolitur und Watte zu finden. Jede Form von Binden, Kosmetiktücher & Co sind Teil des Sortiments von Lidl – aber weder Autopolitur noch Watte war zu finden. Somit lag Marcels ganze Hoffnung auf Alon, der normalerweise das Autopflegeset im Kofferraum hat.

Nachdem der gesamte Einkauf in der Küche verstaut war, gönnten sich die Meisten heute ein oder mehrere Sandwiches als Mittagssnack. Erst etwas später wurde der Pool wieder unsicher gemacht. Plötzlich war Marcel mit dem Auto verschwunden. Wie sich später herausstellte haben sie eine Werkstatt aufgesucht welche mit einigen Mittelchen den Kratzern herr wurden.

Das Heutige Fußballmatch wurde auf dem kleinem Feld, dem kleinen Sony Ball und etwas ungleichen Teams ausgetragen. Einerseits die motivierte Mannschaft bestehend aus Alon, Marcel und Ralf – andererseits die Unberechenbaren: Nici, Tommy, Leo und meine Wenigkeit. Nici hat sich überraschenderweise als unsere Geheimwaffe herausgestellt. Nur knapp entkamen die “Motivierten” einer Niederlage – 9:10. Fast hätten wir es geschafft ;-) . Als Abschluss des Matches gab es einmal einen kollektiven Jump in den Pool.

Wärend wir uns noch im Pool abkühlten dachte Alon bereits einen Schritt weiter und ließ Wasser in den Whirlpool ein. Radio, Sprudel, Beleuchtung und platz für zwei Personen (mit ein bisschen Schlichten sogar für drei Personen – nettes Teil. Marcel schien etwas verwirrt als er uns drei da im Pool liegen sah – wir luden ihn ein hereinzukommen, jedoch war er sprachlos. Kurze Zeit später schien er sich wieder gefangen zu haben und kam noch einmal herein um einige Beweisfotos zu schießen.

Nach unserem Exkurs in das Land der Blubber machten wir uns fertig um in der Stadt zu futtern. Unsere Wahl fiel auf eine Pizzeria wo wir mit den lieblichen Worten “Englisch oder Deutsch” begrüßt wurden. Zu zweit richteten sie für uns einen Tisch für neun Personen und schon konnten wir platz nehmen. Alle außer Nici orderten Pizzen mal mit weniger, mal mit mehr Sonderwünschen (Sonderwunschkönig: Marcel mit 5 Sonderwünschen).

Die Rechnung zu begleichen war ein wenig anstrengend, da der Kellner sich weigerte einzeln zu kassieren. Aber auch diese Hausforderung wurde mehr oder weniger gemeistert. Marcels Vorschlag einen kleinen Verdauungsspaziergang am Strand einzulegen wurde allgemein zugestimmt und somit auch verwirklicht. Leider ergaben sich immer wieder kleinere Probleme bei der Fortsetzung des Spazierganges, da die einen nicht vom Stand mit Hüten und die anderen nicht vom Stand mit Honig (auf der Suche nach Honigschnaps) fernzuhalten waren.

Besonders romantisch war der Strandabschnitt neben einem ziemlich großen Müllplatz. Was für ein Aroma, doch die bunten Lichter einige hundert Meter übten eine zu große Anziehungskraft aus. Die Aussicht auf einen Rummel ließ bei so manchen die Augen glänzen. Zuerst wollten alle das Kettenkarussell austesten – ich danke ab (sicher nicht nach 1,5 Pizzen), Eva und Tommy taten es mir gleich und wir gesellten uns auf eine grüne Plastikbank.

Fasziniert von dem im Vergleich zu unseren nahezu professionellen Tischfussballtisch organisierte der Alon einen Token für ein Spielchen. Vier Tore später fand das Match ein vorzeitiges Ende – es waren nicht mehr Bälle da. Daher entschieden wir ein kein weiteres Vier-Bälle-Match stattfinden zu lassen und unsere Aufmerksamkeit dem Autodrom zuzuwenden. Dannach ging es im Gleichschritt wieder in Richtung Müllkippe welche den Übergang zwischen Rummel und Strandpromenade darstellte.

Nach dem Passieren des Mistplatzes schlugen wir wieder den Weg in Richtung Autos ein. Es dauerte keine 30 Sekunden nachdem wir zu Hause angekommen waren bis Nici, Alon und ich im Pool waren (Alon hatte sich als einziger dafür aus- bzw. umgezogen. Weitere 30 Sekunden später gesellte sich auch Ralf sowie kurz darauf auch der Tommy zu uns. Dies war der Startschuss unsere Zirkustalente auszutesten – von der Pyramide bis hin zur menschlichen Säule war alles dabei.

Danach waren wir alle ein wenig ausgelaugt und ließen den Abend gemütlich auf der Terrasse ausklingen. Dieser Abend geht als erster in unsere Urlaubsgeschichte ein an welchem keine Vodkaflasche vernichtet wurde. In diesem Sinne: Gute Nacht!

Aussagen des Tages:

23:12 – Michi: Es mag ja eine Einbahn sein Nici – aber der Ralf hat ein Blaulicht! (Insider ;-)

23:48 – Alon: Der Marcel ist unser Alphatier. (Irgendein Trottel muss es ja machen…)

00:08 – Alon: Anal – Oral – egal

00:12 – Marcel: Das ist Ninayoga. (Türkensitz…)

00:32 – Marcel: Könnte mir jemand helfen diese Oma (Nina) ins Bett zu bringen?


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