Gestern war es ja wieder ein wenig später und daher bekam ich vor 11 Uhr von der Welt nix mit. Erst einmal eine Wäsche zugestellt und einige Kleinigkeiten in der Wohnung erledigt bevor ich die Xenia anrief, da für heute Fliesen kaufen ausgemacht war. Gut eine halbe Stunde später waren wir (Phis durfte natürlich mit) bei ihr als sie sich gerade um zwei der vier Kätzchen kümmerte.
Die anderen Zwei waren quicklebendig auf dem Balkon und tollten dort wild herum. Die zwei Sorgenkinder jedoch sahen gar nicht gut aus. Xenia hatte natürlich bei ihrem Tierarzt bereits das volle Programm durchlaufen. Die eine jedoch erbrach fast alles von dem Spezialfutter wieder und war schon ganz abgemagert – daher entschieden wir, dass die Xenia mit ihnen sofort und nicht erst nach dem Einkaufen zum Tierarzt fahren solle.
Ich blieb in der Zwischenzeit in der Wohnung und passte auf Lokie und Phis auf. Besonders beim Mephisto hieß es aufpassen, da er sich sehr für die zwei Kätzchen auf dem Balkon interessierte. Teilweise machten sie sogar eine kleine Show für Ihn, und hupften ihm direkt vor der Nase herum. Das war natürlich zu viel und er wollte unbedingt da raus. Die Balkontüre hatte nur eine kleine Schwachstelle: eine Katzenklappe – die zwar versperrbar ist, wie ich jedoch vermutete nicht ewig den Ausbruchsversuchen vom Phis standhalten würde. Daher verdeckte ich die Klappe mit einem Karton und fixierte diesen mit einem Farbkübel.
Die Kätzchen wurden beim Tierarzt derweilen rundum versorgt, Infusionen, Spritzen, etc. das volle Programm – hoffentlich hilft es etwas. Wenige Minuten nachdem die Xenia mit den Kätzchen zurück war machten wir uns auf den Weg in Richtung Bauhaus um Fliesen zu schauen. Xenia wusste zwar nicht genau wo dieser war, jedoch war zum Glück alles bestens ausgeschildert und so weit war es auch wieder nicht weg, dass wir uns großartig verfahren hätten können.
Das Bauhaus hatte, wie bei den meisten anderen Bauhäusern, nicht gerade die größte Auswahl an Fliesen. Da bin ich vom Fliesenmann und Baumax ein bisschen verwöhnt, aber wir fanden dennoch eine Sorte, welche Xenias Zustimmung fand. Dunkelbraun (vergleichbar mit Nuss) und beige mit leichter Holzoptik – wir entschieden uns den Boden vorrangig in braun und nur einige Akzente mit Linien der hellen Fliesen zu setzten.
Mit einigen Hindernissen (das Service ist dort wirklich kein Highlight) schafften wir es schließlich zwei Wagerl mit zehn Packeten dunkle Fliesen, drei mit hellen Fliesen, zwei Säcke Flexkleber, Fugenbunt, Silikon und ein wenig Werkzeug zusammenzubekommen. Xenia hatte völlig recht als sie meinte, dass wir eigentlich bei dieser tollen Betreuung genau genommen nichts kaufen sollten, aber ehrlich gesagt waren wir zu faul noch wo anders hin zu fahren.
Der Hyundai von meiner Mutter verkraftete das Gewicht erstaunlich gut – auf den Fliesen stand leider kein Gewicht drauf, daher war es ein wenig schwer abzuschätzen ob es ein Problem werden könne. Das Problem hatten wir erst als wir wieder bei der Xenia waren – die Fliesen und das ganze Zeug musste in die oberste Etage – zum Glück war der Lift intakt…
Aber auch mit Lift war es zu zweit genug Arbeit die Fliesen hinauf zu bringen. Extrem blöd ist die Tatsache, dass es bei diesem Haus keinen Sinn gemacht hätte eine Rodel oder ähnliches zu nehmen, da immer wieder Stufen dazwischen sind. Abgesehen davon hätte eine Rodel im Auto auch gar keinen Platz mehr gehabt – immer öfter stelle ich fest, dass ich mir endlich einen Kombi zulegen sollte.
Die Gabi war gerade da als wir ankamen und kümmerte sich ein Wenig um die Kätzchen. Als alle Fliesen in der Wohnung waren ging Xenia zu Gabi und Kätzchen ins Badezimmer und ich nutzte die Zeit die ersten Fliesen aufzulegen um einen Eindruck von der Optik zu bekommen. Wir waren uns alle einig – die Fliesen sahen echt gut aus. Auch die Linie mit den hellen Fliesen machte sich gut und so begannen wir zu überlegen woran wir uns orientieren wollten.
Sich an irgendetwas zu orientieren ist bei einer Wohnung wo so gut wie nichts wirklich gerade oder rechtwinkelig ist gar nicht so einfach. Schließlich fanden wir jedoch eine Lösung und klebten die ersten Fliesen auf. Bzw. ich klebte die ersten drei und übergab an die Xenia – sie soll ja schließlich auch etwas tun
. Die Xenia war zwar etwas langsamer aber sie ist handwerklich gar nicht so unbegabt und machte das recht Brav.
Leider mussten wir bei der zweiten Reihe feststellen, dass die hellen Fließen ein wenig größer als die Dunklen waren. Das kann ja noch heiter werden… Der Fliesenkleber wurde schon langsam fest und so klebte ich noch schnell die letzten zwei Fließen und beschloss, dass es genug für heute sei. Wir hatten einen schönen Anfang an dem wir uns morgen orientieren werden können und morgen sollten wir dann auch einen Fliesenschneider zur Verfügung haben.
Die Xenia bedankte sich und wir machten uns auf den Weg nach Hause mit einem kurzen Zwischenstopp beim Burger King…

Recent Comments