ein laanger Abend…

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Heute habe ich mich mit der Nini getroffen, eine alte Freundin, welche ich seit einer Ewigkeit nicht mehr gesehen habe. Als wir nachgerechnet haben sind wir auf 7 – 8 Jahre gekommen – mann wir sind schon alt. Als Treffpunkt war eigentlich Kagran für 19 Uhr ausgemacht, um halb sechs erhielt ich jedoch eine SMS in der sie mich bat zum Karlsplatz zu kommen.

Gut, dann halt Karlsplatz, ich machte mich um 3/4 sieben auf den Weg, fuhr mit der Straßenbahn zum Kagranerplatz und mit der U-Bahn bis zum Karlsplatz. Die Station Karlsplatz ist wohl die Mühsamste, die ich kenne – das man dort um Geld angeschnorrt wird ist eine Sache – aber, dass ich alle paar Meter angequatscht werde ob ich nicht irgendwelche Drogen brauche ist nun wirklich nicht mein Ding.

Eine viertel Stunde nach sieben stand ich am vereinbarten Treffpunkt und rief sie an. Sie war gerade im 71er unterwegs in Richtung Schwarzenbergplatz. Um die Wartezeit etwas zu verkürzen machte ich mich, mit einem Zwischenstop beim Bankomaten, auf den Weg zum Schwarzenbergplatz. Im dritten 71er, welcher an mir vorbeifuhr war sie dann schließlich – unpünktlich wie eh und jeh – manche Dinge werden sich wohl nie ändern.

Sie hatte einen Tisch im Salud, einem Mexikaner, in der Nähe vom Schwarzenbergplatz, gleich neben dem Bettelstudent, reserviert. Es gab jedoch ein kleines Problem bei der Reservierung und so kam es, dass wir zwar einen Tisch hatten wo es beim Essen platztechnisch etwas eng werden würde.

Da wir uns viel zu erzählen hatten fiel uns nicht so auf, dass wir über eine halbe Stunde darauf warteten etwas bestellen zu können. Nini bestellte sich Spicy Chicken Wings und ich ein Beef Chimichanga (=Weizentortilla knusprig frittiert und gefüllt mit Rinderhuftstreifen, Champignons, Tomaten, Mais, Paprika, Zwiebeln, Shredded Cheese, dazu süß-saure Chili-Salsa und Sauerrahm).

Wie lange es dann dauerte bis das Essen serviert wurde wollte ich gar nicht wissen und habe deshalb bewusst nicht auf die Uhr gesehen. Zu meinem Beef Chimichanga kann ich nur sagen absolut excellent! Würde man hier nicht Ewigkeiten auf alles warten könnte das doch glatt in die Liste meiner Favorite-Lokale aufgenommen werden.

Wie es der Zufall so will standen auf einmal einige Freunde mit ihrem Bruder im Salud auf der Suche nach einem Tisch. Einmal um die Ecke wurden sie auch fündig. Inzwischen versuchten wir zwei Cocktails zu ordern – keine leichte Aufgabe – der Service war echt Rattenschlecht. Aber immerhin es gelang uns zwei Caipirinhas zu ordern, welche dann auch tatsächlich kurz darauf kamen.

Wir hatten uns echt viel zu erzählen, in sieben Jahren kann sich doch so manches tun. Sie arbeitet derzeit als Kindergärtnerin (was sie übrigens nie wollte) und steht derzeit an der Schwelle sich mit ihrer Ponnybande selbstständig zu machen. Hoffentlich klappt das alles, so wie sie sich das vorstellt…

Irgendwann meldete sich dann, wie ausgemacht, der Erich und fragte wo wir seien und was wir vor hätten. Da ich keine Lust hatte wieder Bittgesuche an Kellner abzugeben, dass wir doch bitte bedient werden war ich für einen Lokalwechsel. Wir wollten uns einmal am Schwedenplatz treffen.

Auf dem Fußmarsch zum Schwedenplatz machten wir einen kurzen Zwischenstopp im Roses, da die Nini das (hässlich) umgebaute Roses noch nicht gesehen hatte. Wie nicht anders erwartet konnte man die Personen im Roses an einer Hand abzählen. Daher machten wir uns schnell wieder aus dem Staub und gingen zum Schwedenplatz.

Eigentlich wollte ich irgendwo hin, wo etwas mehr Action ist – aber ich und der Erich wurden 3:2 überstimmt. Somit machten wir uns auf den Weg in eine Bar, dessen Namen ich vergessen habe. Nach ein paar Minuten Wartezeit hatten wir sogar einen Tisch für uns Fünf. Die Bedienung war bedeutend besser als im Salud, wobei allerdings die Lieferzeiten für unsere Cocktails durchaus genau so lange wie im Salud waren.

Nach einem Drink beschlossen wir weiter zu ziehen – ein fataler Fehler wie sich herausstellte. Es regnete in Strömen – wir schafften es nicht einmal bis zum Schwedenplatz ohne pitschnass zu werden. Jetzt bereute ich den Schlüssel von der Arbeit nicht mitgenommen zu haben – dort hing nämlich meine wasserdichte Jacke (im Trockenen…).

Die Nini hatte irgendwas mit ihrem Bruder vereinbart und wir sollen sie im Salud abholen kommen. In der nähe vom Salud gäbe es angeblich irgendwas tolles. Nass wie wir waren warteten bis die Herren das mit ihrer Rechnung geklärt hatten – wie ich mitbekam schien das bei der Gruppe nicht so abnormal sein – schließlich teilten sie sich die übrigen 50 Euro Zeche.

Auch, nachdem wir uns auf den Weg gemacht hatten wurde ich das Gefühl nicht los, dass es eigentlich kein wirkliches Ziel gab – zumindest kenne ich kein Lokal im Stadtgarten… Als wir dann scheinbar durch Zufall im Billabong gelandet waren setzte ich mich an einen Tisch und beschloss der Truppe nicht mehr zu folgen.

Somit blieben wir zu viert im Billabong zurück während die anderen weiterzogen. Wir unterhielten uns noch ein wenig, leerten unser Seider und machten uns auf den Weg. Eine Gasse weiter standen zwei Taxis bereit, wovon ich mir eines mit dem Erich teilte. Bis ich dann im Bett lag war es ca. 4 Uhr in der Früh – mann ich werd echt schon zu alt für solche Aktionen…

EDIT: Nach langer Wartezeit habe ich nun endlich die Fotos:


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