Unfreiwilliger Spaziergang

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Der Plan sah heute vor nach der Arbeit tranineren zu fahren, dannach meinen hund von zu Hause abzuholen und dann ab zu meinen Eltern. Den Fotoapparat abgeben und dann vielleicht noch ein paar Längen schwimmen mit einem anschließenden Saunagang.

Soweit zum Plan. Heute früh habe ich die Trainingssachen eingepackt, den Fotoapparat dazu und bin mit dem Auto nach Kagran gefahren – damit ich direkt nach der Arbeit ins Fitnesscenter fahren kann.

Als ich schon fast auf dem Heimweg war rief mein Vater an und meinte, dass er gerade den Griller anheize – wenn ich auch etwas haben wolle müsse ich mich beeilen. Na toll – damit war das Training vor dem Essen gestorben und nachdem ich einige Steaks vom Grill verputzt habe ist Trainieren so ziemlich die blödeste Idee. Somit machte ich mich auf den Weg und wollte nur noch schnell den Phis holen ehe ich zu meinen Eltern fahre.

Kaum in Kagran die U-Bahn-Station verlassen stellte ich fest, dass da eine Kleinigkeit für mein Vorhaben fehlte. Ich hatte den Autoschlüssel im Office liegen lassen. Normalerweise währe das ja egal – einfach Auto stehen lassen mit dem Bus nach Hause und halt morgen mit dem Auto heimfahren. Doch der Fotoapparat, welchen meine Eltern natürlich mit auf Urlaub nehmen wollen, liegt da noch im Auto.

Also zu Fuß zu meiner Mutter – Ersatzschlüssel fürs Auto holen – dann zu Fuß weiter zu mir in die Wohnung – Mephisto holen und dann noch mal zu Fuß das Ganze retour nach Kagran wieder zum Auto. Das letzte Stück legte ich dann (aus Prinzip) mit dem Auto zurück und stellte es in der Garage ab. Warum bin ich von zu Hause eigentlich nicht mit dem Fahrrad gefahren? Egal – nicht weiter darüber nachdenken.

Da ich natürlich für die ganze Aktion etwas länger gebraucht habe als ursprünglich für meinen Weg von der Arbeit hier her geplant stand bereits das Essen auf dem Tisch. Während wir am futtern waren unterhielt ich mich mit meiner Mutter über das gestrige Mondioring Training.

Es gibt da schon einige Punkte wo sie der Sache sehr skeptisch gegenübersteht. Ich kann es ihr nicht verdenken, die meisten Dinge, welche man vom Schutzhundesport kennt kann auch ich nicht im geringsten mit mir vereinbaren. Genau aus diesem Grund trainiere ich so gern beim Manfred – denn bei ihm wird (anders als auf so manchen Plätzen) kein Hund geschlagen und schon gar nicht auf Strom gearbeitet…

Nach dem Essen quatschen wir noch ein wenig bevor ich mich mit dem Phis wieder auf den Heimweg machte. Zu fuß, da ich meiner Mutter nicht ihren Schlüssel wegnehmen wollte – wo sich wieder die Frage stellte, warum ich nicht mit dem Fahrrad gefahren bin…


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