Freitag Nachmittag ging es los ab in die Steiermark! Bei unserem Auto waren es nur zwei Zwischenstopps – einmal zwecks Proviant und Getränke und eine Klo-Pause (bei der Tankstelle 500 Meter nach dem Lidl, da ich es beim Einkaufen schon kaum ausgehalten habe
Bei anderen Autos ging es da ein wenig “lauter” zu mit zahlreichen Tankstopps (und ich spreche da nicht vom Auto…) ![]()
Wir waren so ziemlich die ersten – es dauerte ein Weilchen bis sich der reservierte Tisch im Restaurant nach und nach füllte. Aber bei über zwanzig Leuten ist das auch kein Wunder…
Das Raften war für Samstag halb zehn Uhr in der Früh angesetzt – was angesichts des letzten Abends alles andere als ein Zuckerschlecken war. Jedoch spätestens als es vor dem Raften hieß: “Um einem Kälteschock vorzubeugen springen wir jetzt alle mal ins 13°C kalte Wasser” war dann aber auch die letzte Schlafmütze hellwach (spätestens jetzt waren alle froh zum Neoprenanzug auch die Jacke genommen zu haben *g*).
Wenige Minuten später hieß es dann endlich “Schlauchboot zu Wasser” und unser 9 Mann Schlauchboot setzte sich auf der Salza in Bewegung. Unser Guide der Arnold hatte uns mit den Sicherheitsbestimmungen vertraut gemacht und sorgte auch dafür, dass wir selbige auch anwendeten (insbesondere wie man jemand, der gerade “zufällig” ins Wasser gefallen war wieder zurück ins Boot holt).
Obwohl das Wasser für meinen Geschmack ein wenig zu ruhig war machte die Tour einen Heidenspaß. Zwischendurch gab es auch eine kurze Pause wo wir von einer ca. 5-6 m hohen Plattform in die Salza springen konnten – das machte echt Spaß
Insgesamt waren wir fast zweieinhalb Stunden auf dem Wasser – was alles in allem doch ein wenig anstrengender war als ich mir gedacht hätte (vor allem das am Rand gegen die Strömung paddeln hatte Kraft gekostet).
Umso mehr freuten wir uns auf die anschließende Sauna – das war jetzt genau das richtige nach dem kaltem Wasser – ab in die Sauna auf 2-3 durchgänge und dazwischen ein wenig Schlaf. Entspannt und vom Grillen gestärkt ging es in unseren zweiten Abend. Aber obwohl der Hochseilgarten “erst” um halb elf Uhr – also eine Stunde später als das Raften – begann brachen nach und nach mehr Leute in Richtung Bettenlager weg – das Raften hatte doch eine Menge Kraft gekostet.
So war es auch nicht weiter verwunderlich, dass es am Frühstückstisch nicht sonderlich gesprächig zuging – die Stunde längerer Schlaf ist irgendwie an jedem spurlos vorübergegangen. Nach dem Frühstück ging es ca. 10 Minuten zu Fuß zum Klettergarten – wir wurden in zwei Gruppen unterteilt – die eine ging direkt in den Klettergarten währen wir unten blieben.
Wenige Minuten später wussten wir, was das bedeuten würde – der Guide erklärte uns, dass wir die Strommasten – ähnliche Konstruktion mittels leiter hochsteigen würden – uns dann auf links und rechts ca. 50cm unter dem oberen Ende angebrachten Eisenstangen stellen um von dort aus ganz hinauf zu steigen – sprich mit beiden Beinen oben zu stehen bevor man springt und dann abgeseilt wird (alles mit Sicherung versteht sich). Leider war der Akku meiner Kamera schon leer – aber mein Cousin hat Fotos – sobald ich sie habe kommen sie dazu ![]()
Ich kann nur sagen: GEIL! Schon wärend ich die Leiter hinauf gestiegen bin begann der Puls immer weiter in die Höhe zu schnellen. Der Schritt von der Leiter auf die zwei Eisenstangen war nicht weiter tragisch – der Stamm wackelte zwar wie sau, vermittelte aber ein etwas sichereres Gefühl als die Leiter.
Richtig Interessant wurde es beim nun anstehenden letzten Schritt. Um den Stamm so gut wie möglich am Wackeln zu hindern brauchte man beide Beine auf den Stangen. Aber mit beiden Beinen auf den Stangen ist es irgendwie schwer die letzten 50cm hoch zu kommen – also musste ein Bein rauf – soweit so gut…
…das einzige was jetzt noch fehlte war, dass ich das Gewicht auf den Fuß welcher schon oben stand verlagerte und meinen Körper hochdrückte. Klingt doch ganz einfach oder? Haha – stellt euch da mal rauf – ja, es ist einfach – das Problem liegt aber im Kopf – es kostet mächtig Überwindung die Blockade zu ignorieren und es “einfach zu tun”. Wenn man es dann aber geschafft hat ist das Gefühl ein wahnsinn – und der Sprung ist sozusagen dann noch das Tüpfelchen auf dem i *g*.
Kaum war ich am Boden angekommen konnte ich es kaum erwarten, bis endlich alle einmal an der Reihe waren um dort nochmal hoch zu klettern – sogar nach dem Hochseilgarten, welchen ich zwar nett aber nach dem Stamm als eher unspektakulär einstufte, bin ich schnell nochmal runter um noch einmal den Stamm erklimmen zu können – dann war das ganze Spektakel allerdings leider schon vorbei…
Als wir wieder zurück im Camp waren machten sich dann nach und nach unsere Gruppe auf den Heimweg. Für nächstes Jahr haben wir uns vorgenommen im Frühjahr zu kommen, wenn das Wasser ein wenig – naja sagen wir mal “flotter” – ist. ![]()
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