Mobile-Monday: Web vs. App

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Der 10. österr. Mobile Monday widmete sich der Frage was für Mobile wohl das Sinnvollere ist – Mobile-Web oder doch die App.

Die Antwort darauf ist wie sooft: Es kommt darauf an…

…was man vor hat. Sowohl App als auch Web haben Vor- und Nachteile – Stur, weils eben gerade Sexy ist, zur App-Lösung zu greifen, ist nicht gerade die sophistizierteste Herangehensweise.

Vorteile App:

  • Offline-Verfügbarkeit von Inhalten
  • mehr Rechenpower als im Browser
  • Zugriff auf sämtliche Hardware-Komponenten (GPS, Kompass, Kamera, etc.)

Vorteile Web:

  • Plattformübergreifend
  • Inhalte über Suchmaschinen auffindbar
  • Links funktionieren
  • Browser = meistbenutzte App

Für Anwendungszwecke, welche direkte Hardwareunterstützung zwecks Steuerung oder Rechenpower brauchen – das gilt insbesondere für Spiele oder stark Multimedia-Lastige Anwendungsfälle, kommt man an einer App kaum vorbei.

Bei Informations-Angeboten – egal ob News-Portal, Blog, Preisverlgeich, Marktplatz, Produktinformation, usw – sieht die Sache schon anders aus – hier ist imho die Webseite die erste Baustelle – erst später vielleicht eine App.

Basis für diese Überlegungen ist mein eigenes Nutzungsverhalten, welches ich mittlerweile auch bei Freunden beobachten konnte. Wenn ich Informationen oder ein Produkt Suche ist meist der erste Weg in den Browser, wo meist eine entsprechende Google-Suche gestartet wird.

Und da sind wir auch schon bei einem großen Nachteil der Apps – weder kann der Inhalt einer App von Google indiziert werden noch ist es möglich, dass man via Klick auf einen Link in Google (oder zB über einen Link, welchen ein Freund auf Facebook gepostet hat) in eine App weiter geleitet wird.

Klickt ein User also auf einen Link (egal ob auf Google, Facebook, Twitter, etc.) kommt er also immer auf die Webseite. Wenn diese Webseite nicht oder nur unzureichend auf mobilen Geräten funktioniert ist der User weg und ich garantiere, dass er nicht mehr im Appstore nachschaut ob es da vielleicht eine App gibt.

Umgekehrt jedoch wechsle ich sehr wohl von der Appstore-Suche zur Web-Suche, wenn der gesuchte Dienst / Information / whatever im Appstore nicht auffindbar ist…

Das Argument des Multiplikators “App-Store” gilt auch nur bedingt – auf die (mobile) Webseite kann ein User auf vielen Wegen kommen – Suchmaschine, Verlinkung auf einer anderen Webseite, Verlinkung im Social Media, Bookmarks, usw.  eine App muss der User immer aktiv starten.

Also: Zuerst einmal die Webseite auf mobilen Geräten (sinnvoll) lauffähig machen bevor man anfangt über eine App nach zu denken.

Und wenn man sich entscheidet eine App anzubieten sollte diese auf jeden Fall alle Funktionen der Webseite und noch mehr unterstützen – es ist in Ordnung, wenn die App mehr kann als die Webseite – anders herum jedoch nicht.

So, soweit mein Senf zur Web vs. App Debatte ;-)

Zum Event selbst kann ich nur ein dickes Lob aussprechen – das war mein erster, jedoch sicherlich NICHT mein letzter MobileMonday – 1A und weiter so (einzig die Kommunikation auf Facebook ist noch ausbaufähig ;-) )


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3 Responses to “Mobile-Monday: Web vs. App”

  1. Blog für iPhone & Co optimieren - iPhone Blog Says:

    [...] gegeben Anlass (MobileMonday #10: Web vs. App) möchte ich kurz das WordPress-Plugin WPtouch vorstellen, welches bei mir für die Optimierung [...]

  2. Axel Kopp » Blog Archive » App vs. mobile Website vs. nichts von beidem Says:

    [...] Websites findet man im Netz reichlich. Empfehlen kann ich die Artikel von Lisa-Marie Leitner, Michael Heugl, DudaMobile (engl.) und Sachendra Yadav (engl.). Hier eine Zusammenstellung : Vorteile von [...]

  3. Susi Pernkopf Says:

    ich kann deiner meinung nur beipflichten zuerst die websites lauffähig zu machen bevor mann apps auf den markt wirft die nur halbherzig entwickelt wurden

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