SIME Vienna

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Das schwedische Konferenzformat SIME (Scandinavic Interactive Media Events) zog unter dem Motto “Brewing the digital economy” über 1.000 Besucher in die Ottakringer Brauerei.

Vorträge

Die Agenda der SIME war gut gefüllt, wobei viele der Vorträge vor allem für Startups und Entrepreneurs interessant waren.

Drei Vortragende schafften es mich in ihren Bann zu ziehen:

  • The city of the future

    Assaf Biderman, stellvertretender Direktor des SENSEable City Laboratory am MIT, zeigte anhand einiger eindruckvoller Beispiele und Projekte wie man nicht nur Daten sammelt sondern vor allem wie man sie miteinander Verknüpfen und Visualisieren kann.

    Neben den von Biderman vorgestellten Projekten (zB Copenhagen Wheel) gibt es auf der MIT Webseite noch viele weitere interessante Projekte.

  • Fail fast – super charging innovation

    David Rowan, Chefredakteur bei Wired UK, versucht die frohe Botschaft des Fehlerfolges auch in Europa zu verbreiten.

    In Amerika gehört der eine oder andere Fehlschlag auf dem Weg zum Erfolg einfach dazu, wohingegen man in Europa nach einem Misserfolg als Versager gebrandmarkt ist.

    Als Prominente Beispiele brauchte Rowan unter anderen: James Dyson (5.127 Staubsauger – Prototypen), Rovio (51 Spiele vor Angry Birds), etc.

    Also – nehmt euch Samuel Becketts Zitat zu Herzen:

    “Ever tried? Ever failed? No matter. Try again. Fail again. Fail better.”

  • Hacking Innovation

    Pablos Holman lieferte nicht nur die unterhaltsamste Show, er schaffte es gleichzeitig viele Zuhörer zum Denken anzuregen, ein durchaus bemerkenswerter Spagat.

    Ob man ihn und seine Kollegen nun als Hacker, Querdenker oder einfach nur als Erfinder bezeichnet ist eigentlich egal – Ihre Herangehensweise an Problemstellungen ist es, die Innovation vorantreibt.

    Die Idee Malaria zu bekämpfen indem man die Mücken Zielgenau mit Laser abschießt ist schonmal außergwöhnlich – das jedoch auch in Form eines Prototypen umzusetzen ist aber mal eine ganz andere Liga…

    …die Webseite des Intellectual Ventures Lab ist auf jeden Fall einen Besuch wert – und bereits in meinem RSS-Reader ;-)

Organisation

Die Anmeldung ging, trotz der Masse an Besuchern, überraschend flott von Statten und für das leibliche Wohl wurde von Anfang an vorbildlich gesorgt.

Ungewöhnlich wie die Ottakringer Brauerei als Location für eine Konferenz ist so hoch war natürlich der “Coolness-Faktor”. Jedoch zeigte sich recht schnell ein großer Nachteil an der Location: der Haupt-Saal erfüllte seinen Zweck mehr schlecht als recht.

Zu klein, dementsprechend wenig Sitzgelegenheiten und bei allen seitlich gelegenen Sitzplätzen gab es dank zahlreicher Stahlträger nur eine eingeschränkte Sicht auf die Bühne.

Das Fehlen eines funktionierenden WiFi sowie einer Stromversorgung bzw. Auflademöglichkeiten ließ die Diskussion auf Twitter mit späterer Stunde langsam ruhiger werden.

Fazit

Die SIME ist eine tolle Veranstaltung und ich würde mich freuen sie im nächsten Jahr wieder in Wien zu sehen – dann vielleicht mit ein paar Sitzplätzen mehr.

Ob der Ticket-Preis mit € 699,- nun gerechtfertig war oder nicht muss jeder für sich entscheiden – ohne Einladung hätte ich die SIME vermutlich eher online über den Livestream verfolgt.

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